Mediencommuniqué vom 18. Mai 2009

Ist der Biber zurück in der Birs?

Der  Biber scheint den Weg zurück in die Birs gefunden zu haben. Seit letzter Woche häufen sich Meldungen über Biber-Beobachtungen unterhalb des Kraftwerks Birsfelden und in der Birs. Im Frühling wurde die zweite Biberrampe beim Kraftwerk installiert und die Biber haben offenbar nur darauf gewartet ...


Mittwoch, 13.5.09: „Am Abend sassen wir auf der Höhe der Reinacher Heide an der Birs. Plötzlich hörten wir etwas klatschen. Und tatsächlich sahen wir anschliessend einen Biber. Ganz deutlich sahen wir den charakteristischen flachen Schwanz des Tieres.“

 

Donnerstag, 14.5.09: “Soeben komme ich von einem Spaziergang mit meinem Hund zurück. Um ca. 9.30 Uhr habe ich zusammen mit Leuten vom Kraftwerk beobachtet, wie ein Biber immer wieder in der Nähe der Biberrampe herum schwamm.“

 

Samstag, 16.5.09: „Heute Samstagabend spazierten meine Frau und ich auf der Basler Seite vom Birsbrüggli Richtung Birskopf. Etwa 50 m unterhalb der Brücke von Basel nach Birsfelden entdeckte meine Frau um ca. 21 Uhr plötzlich auf einem Stein am Basler Ufer  einen grossen Biber. Als wir uns auf ca. 20m näherten, ging er mit einem lauten Klatsch mit dem Schwanz ins Wasser. Wir konnten ihn etwa 20 Minuten beobachten, wie er zwischen den beiden Ufern "pendelnd" sich wieder bachabwärts dem Holzsteg näherte. Zweifellos: Der Biber hat den Weg in die Birs zurückgefunden.“

 

Der lang ersehnte Einzug der Biber in die Birs scheint tatsächlich Realität zu sein. Damit kehrt der Biber nach mehr als zweihundert Jahren an die Birs zurück. 1805 wurde hier der letzte Biber geschossen und damit gesamtschweizerisch ausgerottet.

 

Die verschiedenen Beobachtungen berichten alle von einem recht grossen Tier. Seit 2008 ist der Biber am Rhein oberhalb des Kraftwerks Birsfelden heimisch; ein typischer Biberbau und viele Nagespuren befinden sich in Grenzach und auch auf der Kraftwerksinsel wurden angenagte Bäume entdeckt. Diese Biber-Vorkommen haben die Betreiber des Kraftwerkes denn auch dazu bewogen, im März 09 eine zweite Biberrampe rechtsufrig zu bauen. Einige Wochen später tummelt sich tatsächlich dank dieser Durchgangshilfe der erste Biber unterhalb des Kraftwerkes und damit war der Weg zur Birsmündung offen.

Wir heissen den Biber in der Birs herzlich willkommen und freuen uns, damit einen wichtigen Meilenstein der 10-Jahresaktion von  HALLO BIBER! zu erreichen. Der Biber kann nun endlich von den verschiedenen Revitalisierungen der Birs profitieren.

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Kontaktpersonen:

Astrid Schönenberger, Projektleiterin Kommunikation und Umweltbildung,

HALLO BIBER! 061 923 86 50 oder priv. 061 971 97 94

 

Werner Götz, Projektleiter Revitalisierungen HALLO BIBER!

Natel: 079 215 79 60  

 

Urs Chrétien, Geschäftsführer Pro Natura Baselland,

Tel. 061 921 62 62, Fax 061 923 86 51, pronatura-bl@pronatura.ch