Weidenpflanzaktion Dornach 23. März 2010

Feinkost für den Biber

Rund 40 Schülerinnen und Schüler von zwei fünften Klassen aus Dornach stellten sich während eines Tages ganz in den Dienst des Bibers. Entlang des Birsbogens pflanzten sie zusammen mit HALLO BIBER! und unter Anleitung des Försters und Bauingenieurs Werner Götz des Bibers Leibspeise – gut 130 Weiden. Dem nasskalten Wetter trotzend machten sie sich ans Werk, bereiteten mit Hilfe von Eisenstangen eifrig Löcher vor und verankerten die Weidensteck-hölzer mit Hämmern schliesslich fest im Boden. „Es wäre für den Biber doch viel einfacher unsere Weiden anzuknabbern, wenn wir sie am Boden liegen lassen würden, anstatt sie in der Erde zu verankern!“, meinte ein Schüler dabei besorgt. Eine durchaus berechtigte Bemerkung. „Nun, der Biber möchte sich ja nicht nur einmal an derselben Weide gütlich tun, sondern sie mehrere Male nutzen“, klärte Götz auf, „einmal im Boden verankert, schlägt sie sehr schnell Wurzeln und treibt aus. Wenn der Biber seine lange Reise an den Birsbogen geschafft hat, findet er so einen gedeckten Tisch. Die Weiden werden auch nach mehrmaligem Anknabbern wieder nachwachsen und das Nahrungsangebot für die geschäftigen Tiere bleibt bestehen.“ Dass sich der Biber nach mehr als 200 Jahren auf dem Weg zurück in die Birs befindet, bestätigen zahlreiche Meldungen über Biber-Beobachtungen unterhalb des Kraftwerks Birsfelden und vereinzelt sogar bereits in der Birs selbst. Als Ergänzung zur Weidenpflanzung mit den 5. Klässlern der Primarschule Dornach, wurden die Uferbereiche des Birsbogen deshalb auch naturnaher gestaltet. Dank diesen Bemühungen und dem grossen Einsatz der Dornacher Schülerinnen und Schüler ist ein weiterer Abschnitt der Birs nun also bereit als Zuhause für eine Biberfamilie.

Trotz Regen und Sturm waren die Schülerinnen und Schüler voll bei der Sache.