Die grösste Aue Basellands entsteht

In den Steinrieselmatten röhren zurzeit die Bagger und Lastwagen. Doch bald werden hier Eisvogel, Prachtlibelle und Ringelnatter leben – und natürlich auch die Biber. Bei Brislach an der Birs entsteht die grösste Aue des Kantons Baselland.

Kernstück des Projektes ist die Schaffung eines 220 Meter langen Seitenarms der Birs. Er wird das Gebiet periodisch überschwemmen und dafür sorgen, dass eine neue Aue entsteht – ein Feuchtgebiet, das seltenen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bietet. Eisvogel, Prachtlibelle und Ringelnatter werden sich schon bald ein Stelldichein geben. Der neue Seitenarm ist auch für Fische wertvoll. Bereits konnten seltene Arten wie das Bachneunauge nachgewiesen werden. Und die Biber? Sie werden hier bald finden, was ihr Herz begehrt: Wasser, Weiden und unverbaute Ufer!

Befestigung Einlauftrichter

Kantonaler Spitzenreiter
Das ganze Gebiet umfasst eine Fläche von 3 Hektaren; der eigentliche Auen- bzw. Überschwemmungsbereich wird rund 1.5 Hektaren gross. Damit wird Brislach schon bald die grösste Aue im Kanton BL vorweisen können – und diesbezüglich zum kantonalen Spitzenreiter. Verglichen mit dem Zustand vor 200 Jahren, als die Flüsse noch nicht verbaut waren, zwar eine bescheidene Fläche, aus heutiger Sicht aber einzigartig im Kanton.

Neuer Seitenarm bei Hochwasser

Mit diesem Projekt leistet die Transitgas AG ökologischen Ersatz für die Auswirkungen des Baus der Gasleitung auf die Umwelt. Pro Natura Baselland, HALLO BIBER!, der Basellandschaftliche Natur- und Vogelschutzverband und die kantonalen Behörden hatten sich mit der Transitgas AG geeinigt, dass dieser Ersatz am sinnvollsten in Form dieser Aufwertung der Birs bei Brislach geleistet wird – mit einem klaren Fokus auf die Biber. Projektausarbeitung und Bauleitung wurde einem renommierten und erfahrenen Unternehmen übertragen, der Hintermann & Weber AG . Das kleine Naturparadies, das hier entsteht, hat das Potential, zukünftig zum Kerngebiet einer Biberfamilie zu werden.

... und so präsentiert sich das Gebiet wenige Monate nach dem Eingriff, im Juli 2006

Mediencommuniqués

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