Projekte von HALLO BIBER! (Stand 2009)

Birs

Birs beim Schänzli zwischen „Park im Grünen“ und St. Jakob Park“, Gemeinden Münchenstein und Muttenz:

nachdem 2001 Vorstudien für eine Revitalisierung der Birs im genannten Gebiet erarbeitet und auf überwiegend positives Echo gestossen waren, mussten die Randbedingungen im Gebiet vertieft abgeklärt werden.

Seit 2007/2008 wird das Vorhaben mit der offiziellen Erlaubnis des Kantons Basel-Landschaft weiterbearbeitet. Der Projektperimeter wurde in der Zwischenzeit wesentlich erweitert: Die Gemeinde Muttenz liess parallel und koordiniert zu unserem Wasserbauprojekt eine landschaftsgestalterische Begleitplanung erarbeiten und das Geologische Institut modellierte die Auswirkungen auf das Grundwasser. Nun liegt ein umfassendes Projektpaket vor.

Birs Reinacherheide Gemeinden Reinach und Arlesheim:
Nach den lang andauernden Abklärungen / Modellierungen der Auswirkungen der vorgesehenen Revitalisierung auf das Grundwasser ist die Umsetzung seit diesem Winter in Arbeit.

Leider kann nur rund ein Drittel des Vorhabens verwirklicht werden, weil die Resultate der erwähnten Grundwasseruntersuchungen zeigten, dass eine Beeinflussung des Grundwassers durch die Revitalisierung nicht zu 100% ausgeschlossen werden kann. Trotzdem freuen wir und natürlich sehr darüber, dass eine weiteres Stück der Birs wieder natürlicher wird.

Birs „Metalli“, Gemeinde Dornach (SO)
Das Gelände der Metallwerke in Dornach besteht nicht nur aus Altlasten, sondern es bietet auch sehr wertvolle Lebensräume von sehr trocken (Bahntrassees) bis zu Auenstandorten direkt an der Birs. Mit Unterstützung von HALLO BIBER! werden ab diesem Sommer Einsätze zur Bekämpfung des japanischen Staudenknöterichs und anderer Neophyten durchgeführt.

Revitalisierung Birs Steinrieselmatten, Gemeinde Zwingen (BL)
Das Projekt wurde im Frühjahr 2006 realisiert und entwickelt sich prächtig (siehe Newsletter Nr. 10, Seite 1 u. 2, Newsletter Nr. 11, Seite 2 unten). Nach Diskussionen zwischen allen Beteiligten wurde im letzten Winter eine Buhne zur Ablenkung der Hauptströmung vom Seitengewässer eingebaut.

Ergolz

Revitalisierung Ergolzmündung, Verlegung Bootshafen, Gemeinde Augst (BL)
Der neue Bootshafen wurde 2008 eröffnet, und daran anschliessend wurde die Ergolz im Bereich der ehemaligen Bootsanlegestege auf der Baselländer Seite revitalisiert. Die Arbeiten wurden im Winter 2009 abgeschlossen und entwickeln sich seither sehr erfreulich.

Revitalisierung Ergolz, Gemeinde Füllinsdorf (BL)
Das Projekt steht im Zusammenhang mit dem Neubau der Hauptstrasse H2 (von Pro Natura BL / HALLO BIBER! initiierte Ersatzmassnahme), welche mehr oder weniger parallel zur Ergolz verläuft. Verzögerungen bei den Vorarbeiten für den Bau der Strasse haben dazu geführt, dass auch jene für die Revitalisierung ins Stocken geraten sind. Wir begleiten den Planungsprozess für die H2 und sorgen so dafür, dass die vereinbarten Massnahmen berücksichtigt werden. Mit der Umsetzung der Revitalisierung ist erst ab 2013 zu rechnen.

Rhein

Revitalisierung Rhein, Gemeinde Grenzach-Wyhlen (D)
Das Projekt ist praktisch fertig realisiert (siehe Newsletter Nr. 11). Letzte Arbeiten werden voraussichtlich im nächsten Winter fertig gestellt, sobald die Finanzierung vollständig gesichert ist.

In der Zwischenzeit werden die bereits umgesetzten Massnahmen von der Natur dankbar angenommen und bewähren sich sehr gut. Nicht zuletzt dem Biber, der seit Kurzem dort ansässig ist gefällt dieses Projekt sehr.

Punktuelle Aufwertung Rheinufer, Basel (BS)
Das Projekt auf Höhe des Schaffhauser Rheinwegs und das rechte Rheinufer zwischen Mittlerer Brücke und Dreirosenbrücke ist realisiert, bzw. zur Zeit in Arbeit. Der Kanton Basel-Stadt beabsichtigt, diese Strecke instand zu stellen und ökologisch aufzuwerten. Wir begleiten das Projekt als Folge einer entsprechenden Stellungnahme von uns «durch die Biberbrille» (siehe NEWS / Bald Biber Rastplatz in Basel?).

Im Zusammenhang mit dem Novartis Campus unterhalb der Dreirosenbrücke ergeben sich ebenfalls Möglichkeiten, das vorgelagerte Rheinufer ökologisch aufzuwerten. Auch hier sind wir involviert.

Aus Gründen von Platzverhältnissen und Beeinträchtigungen (Störungen) werden schwerpunktmässig beim Novartis Campus eher Massnahmen für den Biber (Ruheplätze) und auf der rechten Rheinseite eher für Fische (Fischunterstände) realisiert.

Rhein, Neukonzessionierung Kraftwerk Kembs, Gemeinde Märkt (D)
Zusammen mit EdF (Electricité de France), der Organisation Regiobogen und HALLO BIBER! werden Lösungen entwickelt, um dem Biber das Umgehen des Kraftwerks zu erleichtern. Diese Vorschläge finden Eingang in die Massnahmen für den ökologischen Ersatz für die Neukonzessionierung.

Rhein Kraftwerk Birsfelden, Gemeinden Birsfelden und Basel-Stadt
Nach dem Einbau von Rampen für den Biber beim Maschinenhaus (2008) und beim Fischpass (2009) ist das Kraftwerk bibergängig. Kurz nach Fertigstellung wurden bereits Biber unterhalb des Kraftwerks und in der Birs im Bereich des Birskopfs gesichtet. Wir freuen uns sehr über diese ersten Biberwanderer und hoffen, dass die Besiedlung der Birs - eines unserer wichtigsten Ziele – in Kürze erfolgt.

Andere Projekte

Uferschutz, Uferbewirtschaftung, div. Gemeinden BL (z.B. Füllinsdorf, Röschenz, Roggenburg) und SO (z.B. Kleinlützel)

Extensivierung der Bewirtschaftung und Verbreiterung des eigentlichen Uferbereiches/-gehölzes (Anmeldung als ökologische Ausgleichsflächen). Aktive Gestaltung des Ufergehölzes durch Stecken von Weiden.

Bald Biber in Riehen?, Gemeinde Riehen
Die Gemeinde Riehen will vorbereitet sein, wenn sie von den Bibern besucht wird. Dazu hat sie von HALLO BIBER! eine Studie ausarbeiten lassen, die Fragen zu möglichen Wanderachsen, Lebensräumen und Konflikten samt Lösungen beantworten soll.