Rhein: Trittsteine schaffen

Der Rhein hat als Ausbreitungsachse der weiter rheinaufwärts im Kanton AG und neu auf der rechtsrheinischen badischen Seite vorkommenden Biber und als Tor zur Region Basel eine sehr grosse Bedeutung. Ebenso als Verbindungsachse zu den im Elsass bestehenden, grossen Biberbeständen (Region Mulhouse). Zur Zeit ist es hier für den Biber schwierig, durchzukommen und die Schweizer Biber sind entsprechend von den Elsässischen Kollegen isoliert. Unterhalb des Kraftwerks Augst-Wyhlen findet der Biber am schweizerischen Ufer keinen Lebensraum. Die Ufer sind fast durchgehend massiv vermauert.

Dass sich eine Biberfamilie am Baselbieter Rhein oder am darunter folgenden Basler Rheinabschnitt niederlässt, ist nicht zu erwarten. Hingegen ist es enorm wichtig, dass der momentane Flaschenhals Rhein in Zusammenarbeit mit den Kraftwerksbehörden als Wanderachse für den Biber aufgewertet wird - durch entsprechend angepasste Pflege und Unterhalt der Rheinufer. Damit die Schweizer Biber am Hochrhein den Weg zu ihren Kollegen im Elsass finden, ist es zudem notwendig, entlang des Basler Rheins einige Biber «Trittsteine» zu schaffen (z.B. Kiesinselchen mit Weiden). Erfreulicherweise haben die zuständigen Basler Behörden ihre Unterstützung signalisiert.

Für weitere Infos klicken Sie hier (siehe unten „Bald Biber Rastplatz in Basel?“)

.

Mehr Natur am Rhein bei Grenzach-Wyhlen

Das Rheinufer bei Grenzach, direkt oberhalb vom Kraftwerk Birsfelden, zeigt sich in einem neuen Kleid. Direkt vom Ufer ausgehende Kiesschüttungen und Kiesinseln werten das Ufer auf und bieten für viele Tier- und Pflanzenarten neuen Lebensraum: Fische finden bessere Laichbedingungen vor, Weidenbüsche laden Biber zum Verweilen ein.

Idee und Initiative für das Projekt entstanden im «Agenda Arbeitskreis Natur und Umwelt von Grenzach-Wyhlen», unter Mitwirkung von Naturschutz- und Fischereiorganisationen, Einwohner/innen und Behörden. Die Gesamtlänge der renaturierten Uferzone beträgt rund 750 Meter. Das Projekt wird etappenweise über mehrere Jahre realisiert. Ein erster Teil konnte im Sommer / Herbst 2005 erfolgreich abgeschlossen werden – übrigens mit finanzieller Unterstützung von HALLO BIBER!.